PRESSEMITTEILUNG Feldhasen im Aufwind

Das Hoch der Feldhasenpopulation in Baden-Württemberg hat sich auch 2025 fortgesetzt – trotz eines schwachen Nachwuchsjahres. Möglich ist dieser Erfolg auch durch den Einsatz der „Allianz für Niederwild“.

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(Stuttgart, 30.03.2026) Dem Feldhasen geht es wieder besser im Land. Das dritte Jahr in Folge zeigen die Zählungen der Jägerinnen und Jäger einen Spitzenwert. Die Zahl von 18 Feldhasen pro Quadratkilometer im Herbst 2025 lag zwar etwas niedriger als im Vorjahr mit 20, gehört aber immer noch zu drei der besten Ergebnissen seit Beginn der Auswertungen. Die drei höchsten Werte wurden alle in den vergangenen drei Jahren erreicht.

Für das Frühjahr 2025 wurde landesweit eine durchschnittliche Zahl von 18,2 Feldhasen pro Quadratkilometer Offenlandfläche ermittelt (Median). Wie schon im Vorjahr fiel 2025 der Nachwuchserfolg im Durchschnitt leider aus. In Baden-Württemberg konnten insgesamt zwar keine Zuwächse, aber auch keine Verluste festgestellt werden. Verlustreiche Jahre über die Sommermonate, in denen die Jungtiere aufgezogen werden, sind beim Feldhasen durchaus möglich und kommen immer wieder vor.

Trotz des schlechten Ergebnisses beim Zuwachs blieb die Hasenpopulation insgesamt auf dem hohen Niveau der letzten drei Jahre. Dieser Zeitraum ist gekennzeichnet durch die höchsten Hasendichten seit Beginn der Auswertungen 2003. Den in den letzten drei Jahren generell positiven Trend bei den Feldhasen schreibt der Landesjagdverband Baden-Württemberg e.V. (LJV) auch der Verbesserung der Lebensräume und der Bejagung der zahlreichen Fressfeinde wie Füchse, Marder und Krähen zu. Nach acht Jahren Arbeit der vom Landesjagdverband Baden-Württemberg (LJV) gegründeten „Allianz für Niederwild“ zeigen sich Erfolge durch die in vielen Revieren umgesetzten Maßnahmen für Hasen und seltene Vogelarten wie das Rebhuhn.

Die LAZBW-Wildforschungsstelle des Landes wertet die Ergebnisse der Zählungen der Jägerschaft durch nächtliche Stichprobenzählungen der Hasenpopulation aus. Bei den Zählungen arbeiten sowohl im Frühjahr als auch im Herbst engagierte Jägerinnen und Jäger ehrenamtlich in bis zu 160 Zählrevieren.

Die höchsten Feldhasenbesätze sind dabei in klimatischen Gunsträumen, in der gesamten Rheinebene sowie im Donau-Iller-Lech-Raum zu finden. Die Schlusslichter der Hasenpopulation bilden traditionell der Hochrhein und das voralpine Hügel- und Moorland.


Weiterführende Informationen finden Sie in der Mitteilung der LAZBW-Wildforschungsstelle (WFS). Mit der WFS verbindet die Jägerschaft eine sehr konstruktive und gut abgestimmte Zusammenarbeit. Die Feldhasenzählungen – Niederwildzensus – wurden Ender 1990er Jahre von Dr. Manfred Pegel an der WFS initiiert und kontinuierlich weiterentwickelt. Das Projekt wird seit langem durch einen eigenen Mitarbeiter und Projektleitung an der Wildforschungsstelle betreut. Von Anfang an beteiligt und Partner des LJV ist die WFS auch bei der „Allianz für Niederwild“, weitere Informationen hierzu finden Sie auf der Website der LAZBW-Wildforschungsstelle sowie auf der Website des Landesjagdverbandes.