Forstreform: Auch Wildtiere sind wichtig!

Der Ministerrat hat heute das Forstreformgesetz beschlossen - jetzt geht es in den Landtag. Wesentlicher Punkt des Gesetzes ist die Gründung eines Landesforstbetriebes, der für den wirtschaftlichen Betrieb zuständig sein wird.

  • Foto: Dr. Erhard Jauch

    Foto: Dr. Erhard Jauch

Erstellt am 26.03.2019

Der Ministerrat hat heute das Forstreformgesetz beschlossen, das nun dem parlamentarischen Verfahren im Landtag zugeleitet werden kann. Wesentlicher Punkt ist die Gründung eines Landesforstbetriebs als Körperschaft öffentlichen Rechts, die für den wirtschaftlichen Betrieb der Landesforsten und die Jagdverwaltung zuständig sein wird. Wie Minister Hauk feststellte, ist angesichts der aktuellen großen Herausforderungen für die Wälder und Forstbetriebe, die sich durch den Klimawandel und seine Folgen ergeben, eine zukunftsfähige Ausrichtung des forstlichen Handelns und der Verwaltungsstrukturen notwendig.

Die Jägerschaft des Landes war bisher schon ein verlässlicher Partner, wenn es um die Umsetzung waldbaulicher Ziele im Land ging. „Das wollen wir auch unter den neuen Voraussetzungen sein“, betont Landesjägermeister Dr. Jörg Friedmann. „Wir wollen den bewährten baden-württembergischen Weg, den Forst und Jagd seit Jahren gemeinsam beschreiten, weiter gehen.“

Der Landesjagdverband erwartet, dass neben einem rentablen Betrieb der Holzwirtschaft unter dem Dach des Landesforstbetriebs die Rolle der Wälder als Lebensräume für Wild und viele andere Tier- und Pflanzenarten und ihre ökologischen Funktionen auch in der neuen Struktur eine angemessene Berücksichtigung finden. Und er geht davon aus, dass staatliche Verwaltungsjagden Jagdpächtern und mithelfenden Jägern auch nach einer notwendigen Reform weiterhin offen stehen.

Erstellt am 26.03.2019
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