Ausgangsbeschränkungen und Jagd

Wie wirken sich die Vorschriften auf die Jagdausübung
und jagdliche Tätigkeiten aus?

  • Foto: Verena Menauer

    Foto: Verena Menauer

Erstellt am 23.03.2020

Bundesweit wurden das Betreten öffentlicher Flächen bundesweit eingeschränkt und weitere Vorschriften zur Beschränkungen sozialer Kontakte erlassen.

  1. Die Bürgerinnen und Bürger werden angehalten, die Kontakte zu anderen Menschen außerhalb der Angehörigen des eigenen Hausstands auf ein absolut nötiges Minimum zu reduzieren.
  2. In der Öffentlichkeit ist, wo immer möglich, zu anderen als den unter 1. genannten Personen ein Abstand von mindestens 1,5 m einzuhalten.
  3. Der Aufenthalt im öffentlichen Raum ist nur alleine, mit einer weiteren nicht im Haushalt lebenden Person oder im Kreis der Angehörigen des eigenen Hausstands gestattet.
  4. Diese Maßnahmen gelten vorerst bis zum 20.4.2019.
  5. Außerhalb des öffentlichen Raums sind Veranstaltungen und sonstige Ansammlungen von jeweils mehr als fünf Personen ... verboten. Ausgenommen sind Veranstaltungen und sonstige Ansammlungen, wenn deren teilnehmende Personen in gerader Linie verwandt sind (Eltern, Großeltern, Kinder und Enkelkinder) oder in häuslicher Gemeinschaft miteinander leben.  Die Untersagung gilt namentlich für Zusammenkünfte in Vereinen, sonstigen Sport- und Freizeiteinrichtungen sowie öffentlichen und privaten Bildungseinrichtungen im außerschulischen Bereich. Diese Regelung gilt vorerst bis zum 15. Juni 2020. Das bedeutet: jegliche jagdlichen Vereinsveranstaltungen (Hegeringversammlungen, Bläserabende, Hundekurse, Jagdscheinkurse u.a) sind nicht möglich, Schießstätten sind geschlossen.

Bei den Regelungen zum Betreten des öffentlichen Raums handelt es sich nicht um eine allgemeine Ausganssperre, weil bestimmte Aktivitäten nach wie vor erlaubt sind. Deshalb werden auch keine Passierscheine benötigt.

Wie wirken sich die Vorschriften auf die Jagdausübung und jagdliche Tätigkeiten aus?

  • Die Ausübung der Jagd in Form der Einzeljagd ist nach wie vor unverändert zulässig.
  • Wollen mehrere Jäger im Revier gemeinsam ansitzen, empfehlen wir, dass alle einzeln anfahren und sich ansonsten telefonisch über WhatsApp oder Mail verständigen. Gemeinsames Aufbrechen oder der gemütliche Ausklang des Gruppenansitzes in der Jagdhütte ist derzeit leider nicht möglich.
  • Zulässig ist die Beschickung von Salzlecken und Kirrungen, das Anlegen von Blühflächen und Wildäckern, die Wahrnehmung von Wildschutzaufgaben, Revierarbeiten wie Hochsitzreparatur, Freischneiden von Schneisen u.a., die Ausbildung von Hunden, das An-und Einschießen von Jagdwaffen, Bergen von schwerem Wild, Wildschadensprävention, Wildschadensbehebung im Grünland und Nachsuchen, soweit die unter 3. oben genannte Vorschrift eingehalten wird.
  • Die Anlieferung von Wild an Metzgereien ist ebenso möglich wie die Direktvermarktung (Abstandsregelung beachten!).
  • Bei Wildunfällen empfehlen wir, nur tätig zu werden, wenn Jägerinnen und Jäger von der Polizei dazu aufgefordert werden.
  • Bei der Begutachtung von Wildschäden durch einen Schätzer können Landwirt und Jäger nicht gleichzeitig anwesend sein. Entweder verständigen sich die Parteien auf eine Beteiligung am Ortstermin oder der Schätzer begutachtet den Schaden jeweils getrennt mit Landwirt und Jäger.
  • Bei der Kitzrettung sind die Beschränkungen ebenfalls zu beachten.

Sollten weitere Fragen im Zusammenhang mit den Beschränkungen und der Jagd bei Ihnen auftauchen, können Sie sich gerne an uns wenden (am besten per Mail).

Bitte halten Sie sich im eigenen Interesse, im Interesse Ihrer Angehörigen und im Interesse der Allgmeinheit strikt an die Vorgaben, nur so kann die rasche Verbreitung der Seuche eingedämmt und das Aussprechen weiterer Restriktionen vermieden werden.  

Bleiben Sie gesund.  

Erstellt am 23.03.2020
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